Mehrstufenklasse mit Integration

Was sind iMSK?

Mehrstufenklassen mit Integration oder integrative Mehrstufenklassen (iMSK) sind Mehrstufenklassen, in denen Kinder mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet werden. Sie sind ein Beispiel für funktionierende, gelebte Vielfalt, Integration und Diversität in Wien. Alle Kinder profitieren voneinander und lernen gemeinsam in einem fordernden und fördernden Rahmen. Statt dieses Unterrichtsmodell zu zerstören, wäre es wünschenswert, es flächendeckend in Wien umzusetzen.

Mehr dazu lesen

Was ist das Besondere an iMSK?

Entwicklungsunterschiede von Integrationskindern werden in Integrations-MSK durch die Mehrstufigkeit ausgeglichen. 

Mehr dazu lesen

Konstanz: Klassenwiederholungen, „Umstufungen“, Überspringen einer Klasse sind im selben Klassenverband möglich:

Mehr dazu lesen

Gegenseitige Verantwortung und Begegnung auf Augenhöhe: 

Mehr dazu lesen

Auch Eltern lernen Integration: 

Mehr dazu lesen

Was hat sich getan seit Juni 2021?

Durch unsere sehr intensive Arbeit seit Juni 2021 konnten wir erreichen, dass für bestehende integrative Mehrstufenklassen für das Schuljahr 2022/23 wieder die dafür unbedingt notwendigen Teamstunden zur Verfügung gestellt werden.
Soweit wir wissen, werden diese von der Stadt Wien finanziert. Das wurde aber dezidiert nur für ein Schuljahr zugesagt.

Für alle Kinder, Eltern und Lehrer*innen dieser Klassen, als auch die zuständigen Schulleitungen bedeutet dies weiterhin Unsicherheit und Zittern um das Bestehen dieser derzeit inklusivsten Form der Beschulung im öffentlichen Schulsystem.

Und für uns als Initiative Bessere Schule jetzt bedeutet das: dranbleiben und weiterarbeiten – es braucht eine dauerhafte, nachhaltige Lösung und ein echtes politisches Bekenntnis zu den integrativen Mehrstufenklassen!
Die schon seit Jahren bestehende Unsicherheit durch wiederkehrende Teamstundenreduktionen bringt Lehrer*innenteams und Schulleitungen zum Aufgeben und löst bei Eltern und Kindern große Verunsicherung aus.

Abgesehen davon bedeutet die zwingend höhere Schüler*innenzahl für integrative Mehrstufenklassen wie auch für alle anderen Integrationsregelklassen einen enormen Qualitätsverlust. Auch eine Zunahme der Anzahl der Kinder mit Förderbedarf pro Klasse ist zu beobachten.
Handelt es sich um eine verschränkte Ganztagsschule kommen auch in diesem Bereich personelle Reduktionen dazu.

Was die „Transparenzverteilungen“ bewirken:

  • Sollte es keine langfristige Zusage für Teamstunden für Mehrstufenklassen mit Integration geben, werden diese aufgelöst oder in MSK ohne Integration umgewandelt. Am schwersten betroffen davon sind Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, obwohl bei den Sonderpädagog*innen nicht eingespart werden.

Warum braucht es die Teamstunden in der iMSK?

  • Werden die Teamstunden in iMSKs komplett auf 0 gekürzt, so ist eine Klassenlehrer*in damit allein für 4-5 Schulstufen zuständig. Die Sonderpädagog*in kann die Teamlehrerin nicht ersetzen. Das würde auf Kosten der Kinder mit Behinderung gehen. So kann qualitätsvoller Unterricht nicht ablaufen.
  • Damit die Klassenlehrende 4-5 Jahrgänge abdecken kann, braucht sie eine Teamlehrende. Das heißt, es kann keine MSK mit Integration mehr geben. Die Integrationskinder bleiben „auf der Strecke“. Durch das neue Basiskontingent wird der Klassenverband bei iMSK größer (25 Kinder statt bisher 21 Kinder), da Integrationskinder ab sofort nicht mehr „doppelt“ gezählt werden können. Für viele Kinder mit Behinderungen sind 25 Kinder ein zu großer Klassenverband. Dadurch bleibt diesen nur noch der Weg in die „Sonderschule”.

Unsere Forderungen zu Integrations Mehrstufenklassen:

PERSÖNLICHE GESCHICHTEN